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Donnerstag, 2. Juni 2011

Upps, äh, Uppsala!

Da auch wir heute einen freien Tag hatten, sind wir einfach mal nach Uppsala gefahren.
Das liegt sogar näher an Västerås als Stockholm, so dass man sich in einem Tag bequem die ganze Stadt angucken kann. Auch weil sie mit 170.000 Einwohnern nicht übermäßig groß ist, obwohl das schon für den vierten Rang der größten Städte Schwedens reicht.
Das Besondere an Uppsala: Die Uni ist (angeblich neben Lund) die Beste des Landes, und so gibt es dort mehr als 40.000 Studenten! OK...soviel hat Dresden auch, allerdings auch dreimal so viele Einwohner. Also sind fast ein Viertel aller Uppsalaner Studis ;)
Uppsala liegt am Fluss Fyrisån, der 364 Tage im Jahr ruhig dahinplätschert. Einzig zur Walpurgisnacht wird das Ufer und die Innenstadt von 10.000en Studenten bevölkert, und neben viel Alkohol gibt es auch ein Floßrennen statt. Den Rest des Jahres kann man sich das wirklich kaum vorstellen.

Außerdem liegt der Campus auch außerordentlich gut, eingebettet von Domkirche, Schloss und dem Botanischen Garten, angelegt von Carl von Linné. So gelangten wir sehr schnell von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten, wenn man das überhaupt voneinander trennen kann.
Der Dom ist ein weiterer Superlativ der Stadt: nirgends in ganz Skandinavien gibt es ein größeres Gotteshaus. Und tatsächlich ist das Ding sehr groß und ist praktisch von jedem Punkt der Stadt sichtbar, meiner Meinung nach vergleichbar mit Notre Dame, Westminster Abbey und Stephansdom.

Neben der eigentlichen Stadt haben wir auch noch "Gamla Uppsala" erkundet. Wenn man den ziemlich kleinen Ort heute sieht, glaubt man kaum, dass dies einst Hauptort des gesamten Svea-Reiches und geistliches Zentrum des Schwedens der Wikingerzeit war! Angeblich stand dort ein Tempel Odins, und während (das heutige) Uppsala noch Handelsplatz und Hafen war, stand dort bereits der frühere Dom. Irgendwann wurden der Bischofssitz nach Uppsala und der Königssitz nach Stockholm verlegt, und heute zeugt nur noch eine kleine Kirche auf den Fundamenten des Doms sowie die drei großen Königs-Grabhügel von diesem einst bedeutsamen Ort.

Schaut euch noch die Fotos dieser wirklich schönen Stadt an.
Auf dem Rückweg sind wir statt der kürzesten Strecke lieber kleinere Landstraßen gefahren, was sich wegen der schönen Landschaft wieder sehr gelohnt hat.

Morgen ruhen wir uns auf Arbeit aus, denn am Wochenende gehts nach Stockholm!

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